Montag, Juni 26, 2006

Israels Selbstmordstrategie
„Über hundert Kassamraketen sind seit einer Woche auf Sderot niedergegangen. ‚Wir haben nach 3000 Kassamraketen seit dem Rückzug aus Gaza aufgehört zu zählen’, sagt Bürgermeister Eli Moyal.“

Frage: „Aber wodurch werden die Kassam-Angriffe ausgelöst?“ Genau genommen ist es die in Tel Aviv lehrende Professorin Tanya Reinhart, die diese einfache, aber gerechtfertigte Frage in der jungen Welt stellt. Die Antwort, die sie darauf gibt, ist allerdings wirklich überraschend: Durch die Israelis! „Die israelische Armee hat eine lange Tradition des ‚Aufforderns’ zu Kassam-Salven.“ Und sie „schaffte es, den benötigten Feuersturm zu entfachten.“ Es handelt sich schlicht, um eine „von der Armee inszenierte Schau“.

Offenbar versuchen es die Juden nun auch mal mit Selbstmordattentaten, und dies, obwohl auf sie kein Himmel mit bumsbereiten Jungfrauen wartet. Im Gegensatz zu den Arabern haben sie also noch nicht einmal eine positive Motivation für ihren Selbstzestörungstrieb. Aber man kennt ja diese Juden, notfalls zetteln sie mal eben einen Holocaust an, um nachher 60 Jahre lang einen auf Opfer zu machen!

So ähnlich muss man wohl denken, um auf solche Ideen zu kommen, oder man steckt selbst mitten in der logischen Welt eines Selbstmordattentäters.

Oder man ist ein übler Geheimdienst-Freak, der die Desinformation von der Pike auf gelernt hat. Jedenfalls war es Klaus von Raussendorff, der sich die Mühe gemacht hat, diesen abenteuerlichen Artikel, wie schon viele andere abenteuerliche zuvor, zu übersetzen. Wer das ist? Der ehemalige Top-Spion war über 30 Jahre lang für die Hauptabteilung Aufklärung (HVA) der Staatssicherheit der DDR als westdeutscher Diplomat tätig. Dabei schaffte er es als Attaché in den höheren Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik und wurde Botschaftsrat des Auswärtigen Amtes in Frankreich. Er war damit nach Günther Guillaume der zweithöchste Stasi-Agent im BRD-Apparat. Bei seiner Festnahme im April 1990 war von Raussendorff, Deckname »Brede«, als Vortragender Legationsrat ständiger Vertreter des deutschen Botschafters bei der Unesco in Paris. Gleichzeitig, was im Westen niemand wusste, trug der angesehene Diplomat noch den Titel eines Oberstleutnants im Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Neben seinem Einkommen aus der Diplomatentätigkeit bezog er gleichzeitig mindestens 100.000 Mark als Agentenlohn aus Ostberlin.

Nach seiner Enttarnung wurde von Raussendorff zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Heute ist er Herausgeber der Antiimperialistischen Korrespondenz und kämpft seit Jahren für die Freiheit Slobodan Milosevics, zu dessen Unterstützung er ein internationales Komitee gründete. Ebenso wie für den »Schutz des palästinensischen Volkes«. Unterstützer des letztgenannten Komitees sind auch andere ehemalige HVA-West-Spione. Alle zusammen bilden eine Art Unterschriften-Kartell. Sie gehörten u.a. auch schon zu den Unterzeichnern des Appells »Embargo gegen den Irak beenden« vom Februar 2001. Von Raussendorff war auch an der Vorbereitung des umstrittenen Anti-Mauer-Kongresses in Köln im Sommer 2004 Jahres beteiligt. 2004 gründete er das pro-ba`athistische »Deutsche Solidaritätskomitee Freier Irak«.

Jedenfalls ist die Geschichte mit den isralischen Kassam-Raketen absolut glaubwürdig, wenn man weiß, dass ja auch die Auseinandersetzungen zwischen Hamas und Fatah nur eine "ausgeheckte Verschwörung" sind. Jetzt müsste nur noch jemand auf die verrückte Idee kommen, Israel stecke auch hinter den Anschlägen von 9/11 und wolle die Weltherrschaft übernehmen …. Ach so, das hatten wir ja schon…

8 Comments:

At 2:41 vorm., Blogger gigi said...

hast du was gegen ddr-spione?

ps: warum lässt du eigentlich nur besitzer eines blogspot-blogs bei dir posten? absicht?

 
At 8:51 vorm., Blogger hohngelächter said...

er ist im von blogspot und wird dafür bezahlt

 
At 11:50 vorm., Blogger hegelxx said...

Spione sind doch nun wirklich übel, wenn sie nicht gerade Mata Hari oder Sean Connery heissen...

 
At 2:45 nachm., Blogger gigi said...

@hohngelächter: was hat denn das für einen sinn, nur blogspotter kommentieren zu lassen? ich nehm mal an, ivo könnte das in seinen einstellungen ändern. dann wär in der kommentarsektion auch mehr los...

 
At 3:44 nachm., Blogger Ivo Bozic said...

@gigi
ja allerdings, ich habe was gegen hva-aufklärer, wenn sie bis heute ihrem "antiimperialistischen", sprich antiamerikanischen und antiisraelischen "auftrag" nachgehen. und es hat auch etwas mit der rolle der ddr-geheimdienste im nahen und mittleren osten zu tun...

das mit der kommentar-funktion... ich bin nich son nerd, und auch kein blogwart, der die ganze zeit sein blog bewachen kann und will, und hab weder lust auf nazi-stuff oder dass das blog zum schrottabladeplatz wird. und diskussionsforen gibt es ja nu genug. also kann eine klitzekleine hürde nich schaden... dachte ich so, mal sehen, wies läuft, bin ja noch neu hier...

@hegelxx
ja! 007 ist der spion, den ich liebe!

 
At 3:45 nachm., Blogger hohngelächter said...

@gigi - welche motivation sollte im ivo haben, in seinem verlautbarungsblog "mehr los" zu haben?

 
At 12:55 vorm., Blogger hegelxx said...

mach mal weiter so, "IM" Ivo, denn was soll man denn sonst lesen, wenn Liza im Urlaub ist...

 
At 3:30 nachm., Blogger gigi said...

@hohngelächter: naja, dann kann man die kommentare gleich ausschalten. oder meinst du, der durchschnittliche blogspot-blogger ist aufgeklärter als der rest der deutschen bevölkerung?

 

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