Dienstag, Mai 27, 2008

Heil dir, mein Brandenburger Land
„Immer unverhohlener und aggressiver versuchen die Linken, alles zu zerstören, was mit Heimatliebe und Patriotismus zu tun hat. Um den Menschen in diesem Land alles verbindende und alles gemeinschaftliche zu nehmen, setzen die rot lackierten Faschisten nun auch in der Musik an“, heißt es hellauf empört auf CDU-POLITIK-DE.

Oh Gott! Wer sind diese üblen Landesverräter, diese rot lackierten Faschisten? Von wem ist da die Rede? Das Internet-Portal aus der CDU-Basis Brandenburg spricht so vom Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer. Denn der hat sich gegen die Verwendung des Liedes „Märkische Heide“, das selbst der Komponist einst als „Nazilied“ bezeichnet hatte, als innoffizielle Landeshymne ausgesprochen: "Dieses Lied war als Landser- und Nazi-Lied bekannt." Die Linkspartei unterstützt die Forderung Kramers, das ist, so weit ich sehe, alles, was die Linke damit zu tun hat. Es ist der Jude, über den sich die CDU-Basis da so echauffiert.

Der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgers, Manfred Stolpe (SPD), regt sich weniger auf: „Es ist ein wunderschönes Wanderlied aus den 20er Jahren und hat uns sehr geholfen, nach der Wende unsere Landesidentität zu finden", sagte er der Berliner Zeitung. Daran ändere nichts, dass der Komponist "auf die Nazis reingefallen" sei. "Das ist jetzt unser Brandenburg-Lied. Und ich werde es weiter fröhlich singen."

Und der Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) erklärt: "Die Brandenburger denken bei dem Lied eher an die schöne Landschaft." Und das ist ja auch klar, bei dem Text:

„(…)
Bürger und Bauern
Vom märk’schen Geschlecht,
Hielten stets zur Heimat
In märk’scher Treue fest!

Hie Brandenburg allewege -
Sei unser Losungswort!
Dem Vaterland die Treue
In alle Zeiten fort.“

Dabei weiß doch jedes Kind, dass DIES DIE OFFIZIELLE LANDESHYMNE BRANDENBURGS ist.

1 Comments:

At 9:23 nachm., Blogger Bertobo said...

Meine Güte, das klingt ja fast wie die berüchtigte "Kärntner Landeshymne"

Wo Mannesmut und Frauentreu'
Die Heimat sich erstritt aufs neu'
Wo man mit Blut die Grenze schrieb
Und frei in Not und Tod verblieb;
Hell jubelnd klingt's zur Bergeswand:
Das ist mein herrlich Heimatland.

 

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